Pressestimmen
Gewinn geht weit über Urkunden hinaus
Etliche Stunden intensiver Vorbereitung und des Übens, dann des Lampenfiebers und der Anspannung gingen dem großen Höhepunkt voraus. Die jungen Instrumentalisten der Musikschule Herrenberg haben Großes geleistet. Nun wurden sie belohnt. Die Nervosität ist verflogen, als die Schüler und ihre Familien in der Kundenhalle der Kreissparkassenfiliale Herrenberg zusammenkommen. Die Mühe ist wie weggeblasen und alle wissen: Es hat sich gelohnt.
Der sechste Musikschulwettbewerb ihrer Schule sei „ein voller Erfolg“ gewesen, freut sich Musikschulleiterin Ulrike Goldau. „Und wir sind sehr glücklich über einen Teilnehmerrekord mit
107 Teilnehmenden. Das zeigt, dass der Wettbewerb bei unseren Lehrkräften sowie bei unseren Schülerinnen und Schülern einen hohen Stellenwert hat.“ Wenn auch nicht jeder einzelne Schüler und Schülerin einen Preis bekommen konnte, so sei die Zeit doch gut investiert gewesen. Allein die Teilnahme sei bereits ein Gewinn für jeden – unabhängig von Urkunde oder Preis. „Die jungen Musiker haben sich ein Ziel gesetzt, intensiv geübt, wurden von ihren Lehrkräften hervorragend begleitet und haben am Wettbewerbstag ihr Programm präsentiert“, erklärt sie. „Diese Erfahrung ist für die persönliche und musikalische Entwicklung von großer Bedeutung.“
Im Mittelpunkt des Abends stand die Urkundenübergabe an die erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer. Doch auch der Wettbewerb hatte einen musikalischen Nachklang. Einige der von der Jury ausgewählten Beiträge wurden live präsentiert. Den Auftakt gestaltete ein zehnköpfiges Percussion-Ensemble. Mit „En moi“, einem von ihrem Lehrer Johannes Reischmann komponierten Werk, überzeugten die jungen Schlagwerker mit rhythmischer Präzision und großer Spielfreude. Einen weiteren Percussion-Ensemble-Beitrag präsentierten Sara Bentele, Jana Randriamanivo (Blockflöte), Emilian Rink (Kontrabass) und das Duo Anita Dreier (Violine) und Leonie Todaro (Akkordeon). Weiter ging es mit „Black and Blue“ für Saxofon solo, vorgetragen von Hanna Burose. Anschließend spielte Vera Josub auf der Gitarre ein Thema mit drei Variationen aus „Les Folies d’Espagne“. Jakob Schulz (Horn) musizierte gemeinsam mit Harald Streicher am Klavier den ersten Satz aus der Sonate für Horn und Klavier von Ludwig van Beethoven. Große Virtuosität zeigte Eleonora Jansen mit dem „Caprice“ für Violine solo von Niccolò Paganini. Musikalisch endete der Abend mit „Slapp“, das Tanino Wessels Perelo auf der E-Gitarre präsentierte.
Die Schüler ernteten großen Applaus und Begeisterung. Auch Gastgeber Patrick Wagner, Geschäftsbereichsleiter bei der Kreissparkasse, betonte die Bedeutung musikalischer Bildung und freute sich, dass die Filiale erneut Gastgeber für das Preisträgerkonzert sein durfte. Musikschulleiterin Ulrike Goldau zeigte sich dankbar für die Gastfreundschaft. Sie sehe den großen organisatorischen Aufwand, den das gesamte Team auf sich nehme.
Interessant wurde es auch zwischen den musikalischen Beiträgen, als die Preise übergeben wurden. Gabriela Zuccarella (Violine), Simon Lamparter (Klavier) Moritz Koch (Gitarre) und Timo Schill (Trompete) heißen die Preisträger der Altersgruppen Ia und Ib. Urkunden gab es ebenso für die Sieger der höheren Altersgruppen. Besonders spannend wurde es bei der Bekanntgabe der Sonderpreise. Der Förderkreis der Musikschule Herrenberg hatte dafür Geldpreise ausgelobt. Bis zu diesem Moment blieb geheim, welche Teilnehmer von der Jury ausgewählt worden waren. Dr. Wolfgang Kuhn, erster Vorsitzender des Förderkreises, übergab die Preise gemeinsam mit Ulrike Goldau an die sichtlich überraschten und glücklichen Sonderpreisträger. Sonderpreise erhielten Ruben Dan (Altersgruppe II) Violine solo, Anita Dreier und Leonie Todaro (Altersgruppe III) Duo Violine und Akkordeon, die Familien-Band Wessels Perelo mit Frida, Tanino, Tiago und Zia (Altersgruppe IV) und das zehnköpfige Percussion-Ensemble mit Miko Eipperle, Philipp Gilz, Lauris Kaiser, Anouk Kimmich, Lilith Maier, Noah Rensmeyer, Elias Runkel, Tim Schulze, Helena Treichel und Jona Walter (Altersgruppe II).
Dr. Wolfgang Kuhn gratulierte allen Ausgezeichneten und Ulrike Goldau dankte dem Förderkreis für die großzügige Unterstützung. Die Musikschulleiterin, die den Abend charmant moderierte, zog eine sehr positive Bilanz vom sechsten Musikschul-Wettbewerb. Der nächste wird in drei Jahren stattfinden.
Gäubote, 26.03.2026
-gb-