Pressestimmen

Popularmusik wird lebendig gelebt

Jugendliche spielen live bei der Band Night, während das Publikum begeistert zuschaut.
Vielfalt und Spielfreude wurden bei der Band Night in der Musikschule Herrenberg präsentiert.GB-Foto: Holom

Mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm feierte die dritte Band Night der Musikschule Herrenberg die Popularmusik in ihrer ganzen Vielfalt. Ensembles unterschiedlichster Altersgruppen präsentierten eindrucksvoll ihr Können und sorgten für einen Konzertabend voller Energie, Kreativität und musikalischer Leidenschaft.

Den Auftakt gestaltete ein Sextett aus dem June 26 Percussion Project unter der Leitung von Johannes Reischmann. Mit dem Stück „Tell a Story“ – ein Jam – bewiesen die jungen Percussionistinnen und Percussionisten großen Mut und musikalische Fantasie. Aus ihren Improvisationen entwickelten sie gemeinsam ein spannendes Klangstück. Im Anschluss brachte ein Percussion-Quintett mit „T’Air“ tanzende Rhythmen und orientalisch inspirierte Klänge ins Studio der Musikschule.

Mit Instrumentalversionen bekannter Songs von Coldplay, The Cranberries und Green Day begeisterte anschließend die Rock-Band von Michael Büschelmann das Publikum. Kraftvolle E-Gitarren, Bass, Schlagzeug und Saxofon verliehen den bekannten Titeln eine eigene, energiegeladene Handschrift.

Den Abschluss der ersten Konzerthälfte gestaltete die Nachwuchsband unter der Leitung von Thomas Rose. Mit fünf Songs aus unterschiedlichen Pop-Genres überzeugten die jungen Musikerinnen und Musiker durch große Spielfreude und bemerkenswerte Eigenständigkeit.

Ganz selbstverständlich bewegten sie sich musikalisch zwischen Lady Gaga, Coldplay sowie Cro und Namika. Besonders die beiden ausdrucksstarken Gesangsstimmen sowie das harmonische Zusammenspiel von Gitarren, Klavier und Schlagzeug begeisterten das Publikum.

Nach einer kurzen Pause eröffnete das Percussion Ensemble unter der Leitung von Uwe Kühner den zweiten Konzertteil mit einer groovenden Drumline. Die entstandene Energie setzte das Percussion Trio+ unmittelbar fort: Mit „Mo’Folks“, einer pulsierenden Fusion aus perkussiver Improvisation und Rap, bereicherte das Ensemble das Programm um eine außergewöhnliche klangliche Facette.

Ebenso ein fester Bestandteil der Band Night ist inzwischen die Familienband Los Perelos, die auch in diesem Jahr ihre stilistische Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nach dem groovigen Auftakt mit No Roots präsentierte das Quartett gemeinsam mit Lehrkraft Thomas Rose eine mitreißende Interpretation von Queens „Crazy Little Thing Called Love“ sowie den stilvoll interpretierten Jazz-Klassiker „Beyond the Sea“ von Bobby Darin.

Das Finale des Abends gehörte der Pop-Band unter der Leitung von Jan Kappes.
Die eingespielte Band bildete das musikalische Fundament für die eindrucksvollen Gesangsinterpretationen von Duvet, Our House und Creep.

Zwischen tanzbarer Leichtigkeit und bittersüßer Melancholie nahmen die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit auf eine emotionale Reise und sorgten für einen stimmungsvollen Abschluss des Konzertabends.

Die dritte Band Night machte eindrucksvoll deutlich, wie lebendig und vielseitig die Popularmusik an der Musikschule Herrenberg gelebt wird. Nach diesem musikalischen Feuerwerk aus Pop-, Rock- und Percussionklängen richtet sich der Blick bereits nach vorn: Nach der Band Night ist vor der Band Night – und die Vorfreude auf die nächste Ausgabe im kommenden Jahr ist bei Publikum und Mitwirkenden gleichermaßen groß

Gäubote, 01.07.2026