2018

Mühelos erklimmen die Sängerinnen die Höhen

Bericht 10.12.2018

 

"Himmlisch!" heißt es im Programm, und was man in einer guten Stunde dann geboten bekommt, ist eine Atempause vom draußen recht übermütigen Weihnachtstreiben, erinnert daran: Advent ist die Zeit der Erwartung, des gemeinsamen Innehaltens. Und das gelingt dem Chor unter der Leitung von Christa Feige, dem Orchester unter der Leitung von Wolfgang Peter ganz wunderbar! Mit der Adventskantate von Georg Friedrich Händel erlebt man einen ausdrucksvollen Auftakt: "Tochter Zion, freue dich" vereint schwebend zarte Erwartung, Jubel in hohen Tönen zu einem stimmlich schönen Ganzen. Voller Empfindung wird dann der erste Satz aus der "Unvollendeten" von Franz Schubert vom Jugendorchester dargeboten. Ein schöner Einklang, fein gestimmte Klangfarben der einzelnen Instrumentengruppen - das Orchester begibt sich auf ein anspruchsvolles Terrain und überzeugt mit Einfühlungsvermögen. Christa Feige dirigiert dann mit sanften Bewegungen, jeden Ton aus den rund 20 jungen Sängern und Sängerinnen wie aus dem Vollen schöpfend, ein Kyrie von Christopher Tambling, begleitet von Vera Klaiber am Klavier. Es folgen Auszüge aus der eindrucksvollen Messe für Kinderchor und Instrumente von Kurt Enßle.

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Vergessene Stücke werden zu einem hörbaren Glücksfall

Bericht 19.11.2018

Einen ausgesprochen spannenden Konzertabend erlebte das Publikum am Samstagabend in der Herrenberger Musikschule. Unter dem Motto "Beinahe verloren - fast vergessen" standen drei anspruchsvolle Werke für Flügel und Cello auf dem Programm. Die von deutsch-jüdischen Komponisten geschaffenen Stücke umspannten einen Zeitraum von rund 100 Jahren und sehr unterschiedliche Stilepochen und wurden von Lucas Fels am Cello und Axel Gremmelspacher am Klavier beeindruckend dargeboten.

Mit den beiden renommierten Musikern die derzeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main lehren, war es gelungen, ein hochkarätiges Ensemble in die Musikschule zu holen. Entsprechend groß war das Interesse, zumal neben der Sonate Nr. 1 in B-Dur Opus 45 von Felix Mendelssohn Bartholdy, das einen besonderen Hörgenuss versprach, zwei selten bis nie gehörte Stücke kaum bekannter jüdischer Komponisten auf dem Programm standen. Den Auftakt machte die 1914 entstandene Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 e-Moll Opus 87 von Friedrich Gernsheim. Ein spätromantisches Werk, das bereits bei seiner Entstehung aus der Zeit gefallen zu sein schien und die Zuhörer doch mit solcher Kraft, Emotionalität und großem Gestus für sich einnimmt, dass es ein Glücksfall ist, wenn es - so wie an diesem Abend - dem Vergessen entrissen wird.

 

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Ein strahlender, tönender Reigen

Bericht 12.11.2018

Zum Familienkonzert riefen das Orchester der Stadt Herrenberg und die Musikschule in die Alte Turnhalle. Ein Geschenk zum 50. Geburtstag der Musikschule, das Überraschungen und hohen Musikgenuss bot.

Die Orchestersinfonie Nr. 3 von Carl Philipp Emanuel Bach, erfrischend und fantasiereich, bildet das stimmungsvolle Entree des klangvollen Menüs. Sabine Blasberg leitet mit bis in die Fingerspitzen ausdrucksvoller, präziser Geste die Streicher des insgesamt etwa 40 Musiker starken Ensembles.

Murmelnd und sprudelnd ergießt sich ein klingender Wohllaut von der Bühne herab. Ein lebhafter Auftakt, dargeboten in einer intimen, familiären Atmosphäre, der einstimmt auf ein abwechslungsreiches Konzert mit großartigen Soloauftritten der Musikschüler. Man fühlt sich warm empfangen, als Publikum für diesen Abend aufgenommen in einer Musikfamilie. Mit Johann David Heinichen lernt man dann einen Komponisten des Barock kennen, der schon mit 13 Jahren in den Dörfern seiner Heimat in Sachsen Anhalt eigene Kompositionen aufführte. Sein Konzert C-Dur für vier Altblockflöten bietet Schülerinnen der Klasse Waltraud Epple-Holom Gelegenheit zum Auftritt. Und welch ein Genuss ist es, dem Zusammenspiel zu lauschen, ebenso das Zuschauen macht Freude: Die vier jungen Damen, Julia Butte, Rosalie Butte, Maren Kläger und Aleydis Kleine-Allekotte wirken konzentriert und sicher, ihr Vortrag ist von großer Leichtigkeit und Harmonie. Seit rund zehn Jahren erhalten sie Musikunterricht, was auch harte Arbeit und Selbstdisziplin erfordert, hier wirkt es ganz mühelos. Reich beschenkt mit Applaus verlassen sie die Bühne

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Erste Karriereschritte in der Gäustadt

Bericht 24.10.2018

Ihre Wege führten sie in unterschiedliche Städte und an verschiedene Institutionen, sie unterrichten oder konzertieren und teilen sich dennoch eine Gemeinsamkeit: Als ehemalige Schüler der Herrenberger Musikschule wurden die Grundsteine der erfolgreichen musikalischen Karrieren in der Gäustadt gelegt, wie ein Konzert nun zeigte.

Den Auftakt machte Annique Göttler mit dem ersten Satz aus Beethovens berühmter Waldsteinsonate. Die junge Pianistin beeindruckte die Zuhörer mit ihrer enormen Fingerfertigkeit und ihrer interpretatorischen Reife. Göttler machte ihre ersten Schritte vor gut 20 Jahren an der Musikschule - gemeinsam mit ihrer Schwester sowie ihrem Bruder. Bereits nach dem ersten Kontakt mit dem Instrument "war es geschehen", blickte die junge Pianistin zurück. Mit acht Jahren hatte sie sich für ihren späteren Beruf entschieden: "Man fängt früh schon an, auf andere Dinge zu verzichten." In Göttlers Fall zog das Handballspiel den Kürzeren, nach ihrem Bachelor-Studium an der Stuttgarter Musikhochschule befindet sich die jetzige Master-Studentin derzeit in einem Urlaubssemester: "Ich möchte austesten, wie weit ich mit meinem Repertoire komme ohne Unterricht."

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Zum Abschluss erklingt der Jingle aus den Handys

Bericht 16.07.2018

Das große Finale ist da: Auf dem Herrenberger Marktplatz singen alle Smartphones die Melodie der Herrenberger Musikschule - ein Vormittag, an dem die Schule sich in der Stadt präsentierte, geht zu Ende. Das Kulturfestival Sommerfarben wiederum gab den Rahmen ab für einen Musikschultag in der Altstadt: Die Instrumente, die Musiker wanderten vor dem Fachwerk, vereinigen sich nun zuletzt auf der Marktplatzbühne.

"Ihr habt ihn alle!", ruft Thomas Rose, Lehrer an der Herrenberger Musikschule, auf den Marktplatz hinaus. Und tatsächlich: Sie haben ihn alle, sofern sie ihn nur heruntergeladen, richtig auf ihrem Smartphone installiert haben. Der Marktplatz ist bereit, mit vielen digitalen Stimmen den Jingle der Musikschule zu summen.

Einen Jingle, eine kurze Erkennungsmelodie, höchst einprägsam, besitzt die Schule so lange noch nicht. Thomas Rose hat ihn für sie komponiert anlässlich ihres 50. Jubiläums (der "Gäubote" berichtete). Im Zeichen des Jubiläums steht auch der Musikschultag. "Klangfarben" lautet das Motto des Tages, und zum Finale strömen sie alle zusammen, die Klangfarben der Musikschule, auf der großen Bühne, die Herrenberg sich in jedem Jahr in seine Mitte stellt, um darauf die Sommerfarben zu feiern, das Kulturfest der Stadt.

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Man kennt hier die Musikschule

Neue Musikzeitung 06/ 2018

50 Jahre Musikschule Herrenberg: Das ist ganz sicher ein Grund zu feiern. 1968 war die Nachfrage nach Ins-trumentalunterricht in dem kleinen Städtchen, etwa 20 km nordwestlich von Tübingen gelegen, derart gewachsen, dass sie durch private Lehrer nicht mehr abgedeckt werden konnte.

So kam es zur Gründung der kommunalen Musikschule, zunächst unter dem Dach der Volkshochschule. Man startete mit acht Lehrerinnen und Lehrern und etwa 100 Schülerinnen und Schülern. Nach und nach erweiterte sich das Angebot, heute werden außer der Harfe alle Orchesterinstrumente unterrichtet, darüber hinaus natürlich auch andere wie Klavier und Akkordeon, Blockflöte, Zupfinstrumente, Saxophon und Gesang. Eine wichtige Rolle spielten von Anfang an auch die Früherziehung und das Ensemblespiel. Die erste Schulleiterin war Felicitas Pflug, 1976 übernahm Wolfgang Teubner das Amt und legte ein starkes Fundament, von dem die Arbeit heue noch zehrt, wie Ulrike Goldau berichtet. Sie steht seit 2010 an der Spitze der Musikschule in Herrenberg. Heute profitieren rund 1.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom Angebot der Schule, unterrichtet werden sie von knapp 40 Lehrkräften, die fast ausschließlich fest angestellt sind. Für eine Stadt mit nur 32.000 Einwohnern ist das eine beachtliche Größe. Das hat – auch – mit der guten Verankerung in der Bevölkerung zu tun. „Man kennt die Musikschule“, so Goldau. Der Kleinstadtcharakter ist dabei eher von Vorteil, weil es weniger „Konkurrenz“ gibt. Seit vielen Jahren ist die Musikschule auch Konzertveranstalter: Mit den „Konzerten der Stadt“ wurde eine Reihe ins Leben gerufen, die in einer guten stilistischen Mischung Profi-Künstler einlädt, im Konzertsaal der Musikschule, in Ausnahmen auch anderswo in der Stadt, zu konzertieren.

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"Die wichtigste Lücke" wird nun geschlossen

Bericht: 03.07.2018

Einst war er groß, an der Herrenberger Musikschule. Wolfgang Teubner, damals Leiter der Schule, spielte selbst auf einem von ihnen. Seither ist der Kontrabass nicht verschwunden vom Lehrplan, aber weniger präsent. Die großen Zeiten des größten und tiefsten Streichinstrumentes sollen wiederkehren - Ulrike Goldau, die Leiterin der Musikschule, spricht davon. Kontrabässe werden in verschiedenen Ausführungen für Spieler verschiedener Größen hergestellt - die Musikschule Herrenberg verfügt derzeit über kein vollständiges Sortiment der Instrumente, ist auf dem Weg dahin nun jedoch einen großen Schritt weitergekommen. Denn der Lions Club Herrenberg half dabei.

Der Lions Club exsistiert in Herrenberg seit 1982; international feiert er in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nimmt er zum Anlass, sich zu öffnen, bestrebt, seine finanzielle Unterstützung auch Projekten und Initiativen der Kinder- und Jugendarbeit oder der Mitbürgerhilfe zukommen zu lassen, die er bislang nicht oder nur in geringem Umfang berücksichtigte. "Wir freuen uns über jede Anfrage", sagt Günter Multrus, der amtierende Präsident im Herrenberger Lions Clubs.

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Von bösen Buben und braven Spießbürgern

Bericht: 23.06.2018

"Ach was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen!" Mit diesem Ruf der Empörung beginnt eine der größten, aber auch grausamsten Kindergeschichten der deutschen Literatur. Jedes Kind kennt die Lausbubenstreiche von Max und Moritz. Mittlerweile gibt es auch die passende Musik zu einem der ersten Comic-Strips der Weltgeschichte. Ein Lehrerensemble der Musikschule führt sie im evangelischen Gemeindehaus auf.

Die Herrenberger Musikschule feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, Wilhelm Buschs "Max und Moritz" haben etwas mehr Jahre auf dem Buckel: 1865 erschienen, begingen sie vor drei Jahren ihr 150-jähriges Jubiläum. Verkaufte sich die Bilderbuchgeschichte erst noch schleppend, wird ihre Gesamtauflauge heute auf über 20 Millionen Exemplare geschätzt, in über 300 Sprachen wurde die "Bubengeschichte in sieben Streichen" übersetzt, zuletzt auch ins Arabische. Vergessen sind Max und Moritz noch lange nicht, auch wenn die beiden verschlagenen Racker geschrotet und in Stücke zermahlen werden. Recht sinnbildlich nahm da Wilhelm Busch eine Forderung des damaligen Erziehungsleitbildes beim Wort und aufs Korn. "Der natürliche Mensch muss zerkleinert und zerrieben werden, um in der Sozialität zu funktionieren", hieß es in der Pädagogiklehre des 19. Jahrhunderts. Max und Moritz tun den Teufel sich anzupassen, sie scheren sich herzlich wenig um Normen, und Moral, Sitte und Anstand.

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Juwelen der Trompete

Bericht: 18.06.2018

Kaum ein anderes Blasinstrument wurde in der neuen, modernen Musik so reich mit Werken bedacht wie die Trompete. Ihr wurden von Komponisten wegweisende, facettenreiche und hochvirtuose Trompetenkonzerte und Solostücke geschenkt. Viele davon sind kaum bekannt. So gibt es beim Gastspiel des "City Brass"-Trompetenensembles in der Musikschule das ein ums andere Juwel zu entdecken.

Hinter dem klangvollen Namen stecken junge Musiker, die kurz vor dem Sprung ins Berufsleben stehen. Allesamt lernen sie ihr virtuoses Handwerk an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Allesamt sind sie Studierende der Trompetenklasse des gefragten Solisten und Dozenten Wolfgang Bauer. So international das kleine Ensemble zusammengewürfelt ist, so weltläufig ist auch das Programm, das an diesem Abend gegeben wird. Die Blechbläser knöpfen sich fast ausnahmslos Trompetenwerke des 20. Jahrhunderts vor. Es muss nicht immer Joseph Haydn, Antonio Vivaldi oder Johann Nepomuk Hummel sein. Was Trompetenkonzerte angeht, gibt es noch so einige Schätze zu heben. Zum Beispiel Stücke von Henri Tomasi und Alfred Desenclos.

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Der dritte Vorschlag fand Gehör

Bericht: 02.06.2018

Was hat jedes Telekommunikationsunternehmen, jedes Smartphone, aber keine Musikschule, obwohl dies eigentlich ganz in ihr Fach fällt? Genau: einen Jingle. Doch halt, das stimmt nicht mehr. Thomas Rose, Lehrer an der Herrenberger Musikschule, leistete dem Missstand pünktlich zum 50-jährigen Bestehen der Bildungseinrichtung in diesem Jahr kreativ Abhilfe. Seither klingelt die Herrenberger Musikschule - synthetisch oder live.

Digitale Zeiten sind Zeiten maximal komplexer Vereinfachung, das weiß längst jedes Kind. Manches geht tatsächlich flott, mit Computer und Netz - ganz unten auf der Homepage der Herrenberger Musikschule findet sich ein Beispiel, denn dort steht: "Einfach auf das Download-Icon klicken und den Jingle auf das Handy laden." Dennoch erwies sich der einfache Jingle-Download, Thomas Rose erzählt es mit leisem Lachen, doch als eher schwierig - für jene nämlich, deren Taschencomputer von der schönsten und teuersten Sorte ist. Ihnen fiel es eher schwer, das musikalische Läuten in ihr System zu integrieren. Der Herrenberger Musikschuljingle zwang willige Nutzer also zur eingehenden Auseinandersetzung mit dem eigenen Gerät - fächerübergreifende Pädagogik inklusive.

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Vier Akkordeon-Orchester vom französischen Esprit beflügelt

Bericht: 014.05.2018

Der Accordéon Club Amplepluis-Tarare, das Jugend- und Hauptorchester des Akkordeon-Orchesters Herrenberg sowie das Schüler-Akkordeon-Ensemble der Musikschule Herrenberg geben ein gemeinsames Konzert im Studio der Musikschule.

Dass die Wirkung von Musik nicht allein am Komponisten, der Epoche, dem Stil oder der Virtuosität und Gestaltungsfähigkeit des jeweiligen Interpreten festzumachen ist, vielmehr oft auch als Ausdruck der tiefsten Seele, Weltanschauung und Gemütsverfassung gelten mag, ist ein offenes Geheimnis. Doch gibt es in eben dieser Gemütsverfassung und Weltanschauung an verschiedenen Orten dieser Welt auch unterschiedliche Aspekte, die sich gerade in der Musik auf so mannigfaltige Weise spiegeln und das gemeinsame Musizieren darum so spannend und interessant machen wie bei dem Kooperationskonzert des Accordéon Club Amplepluis-Tarare, dem Jugend- sowie dem Hauptorchester des Akkordeon-Orchesters Herrenberg und dem Schüler-Akkordeon-Ensemble der Musikschule Herrenberg, dirigiert von Marie Thérèse Berraud, Dieter Dörrenbächer und Waltraud Epple-Holom im Zuge des viertägigen Besuchs aus der Partnerstadt Tarare. Nur eine gemeinsame Probe haben die Musiker für ihr Konzert in dem mehr als komplett gefüllten Studio der Musikschule Herrenberg gehabt, am Klavier werden sie von Janice Meier unterstützt, von Peter Reichenecker am Schlagzeug.

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Musikschule Herrenberg feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Bericht: 07.05.2018

"Hier ist Musik drin!", versprachen die großen Banner links und rechts auf der Bühne in der Stadthalle am Samstagabend anlässlich des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen der Herrenberger Musikschule. Und genau dieses Versprechen lösten deren verschiedene Ensembles, die im Mittelpunkt dieses Abends standen, auch hundertprozentig ein.

 

Voller Spielfreude präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches Programm, das die große musikalische Vielfalt, die diese Herrenberger Institution seit einem halben Jahrhundert auszeichnet, unterstrich: Von Klassik über Klezmer und Folk bis hin zu aktuelleren Songs reichte das breitgefächerte Repertoire. Nicht fehlen durfte natürlich auch der eigens von Thomas Rose komponierte, arrangierte und gemixte Jubiläums-Jingle: Dort hatte dann auch das Publikum seinen ersten Einsatz: "Fuffzig" rufen plus rhythmisches Klatschen war an den richtigen Stellen angesagt - quasi als "Warm-up" fürs große Finale. Und was wäre dafür angesichts des Freudenfests und der großen Begeisterung für die Musik passender gewesen als Beethovens "Ode an die Freude"? Auf den Einsatz von Dirigent Wolfgang Peter stimmten die Festgäste und die Mitglieder der Ensembles, die nicht Teil des großen Festorchesters waren, zum Ende des offiziellen Teils mit den berühmten Zeilen der Europahymne ein.

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Pure Spielfreude mannigfaltig zelebriert

Bericht: 07.05.2018

Die Musikschule wird 50 Jahre alt, was sie mit einem bunten Reigen unterschiedlicher Veranstaltungen, aber auch mit einem Festakt in der Herrenberger Stadthalle feiert.

Wer sich im Stillen darauf vorbereitet hatte, bei schönstem Frühlingswetter in der Herrenberger Stadthalle freundlich-formellen Reden und diesen angepassten musikalischen Beiträgen braver Musikschuleleven in blauem Faltenrock oder schwarzem Beinkleid zu lauschen, wird gleich auf dem sonnenbeschienenen Vorplatz eines Besseren belehrt. Von farbenfroh gestylten "Kids" des "Samba-Percussion-Ensembles" unter Leitung von Uwe Kühner mit rhythmischen Trommelklängen gegrüßt, animiert das schon die ersten Festgäste zum einen oder anderen spontanen "Freudentänzlein". Im Foyer dann wartet Heiko Mall mit dem "Jazz-Ensemble", so dass die Besucher den Saal beschwingten Schrittes betreten. Die Moderatorin des Programms ist Beate Saegner, und das hält, was die musikalische Begrüßung bereits versprach: Die Reden sind kurzweilig, prägnant und kommen von Herzen, ebenso die Musik.

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Musik entführt in eine andere Welt

Bericht: 05.05.2018

Die Erfolgsgeschichte der Herrenberger Musikschule beginnt 1968 - vor 50 Jahren. Damals stand die Bildungseinrichtung noch unter dem Dach der Volkshochschule. Am heutigen Samstagabend, 5. Mai, wird der runde Geburtstag nun mit einem Festakt mit Festreden und viel Musik in der Herrenberger Stadthalle groß gefeiert. Um 19 Uhr geht's bei freiem Eintritt los.

Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre war die Anzahl der unterrichteten Instrumente noch überschaubar: Wer seine musische Ader ausleben wollte, konnte das an der Herrenberger Musikschule unmittelbar nach deren Gründung auf Akkordeon, Blockflöte, Gitarre, Klarinette, Klavier, Querflöte und Violine tun. Längst ist dieses Spektrum erweitert: Für denjenigen, der sich ins aktive Musikleben stürzen möchte, gibt es mittlerweile kaum Grenzen, sich auszuleben.

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Alle Kritiken in dicke Heftlein geklebt

Bericht: 28.04.2018

"Ein Kritiker hat ein Stück Macht, er ist aber nie allmächtig. Eines muss ein Kritiker immer bleiben: neugierig" - das schrieb der Musikjournalist Wolfgang Teubner einmal. Sein Schaffen hat der ehemalige Leiter der Herrenberger Musikschule und Freie Mitarbeiter des "Gäubote" akribisch dokumentiert, wie nun aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Musikschule in der Stadtbibliothek zu sehen ist.

Er war eine Art Hansdampf in allen Gassen, ein Tausendsassa und harter Arbeiter. Dieser Wolfgang Teubner war Orchestermusiker, Schallplattenmanager, Rundfunkredakteur, Konzertveranstalter, Dirigent, Sänger, Dozent und nicht zuletzt Musikschulleiter. Doch seine Leidenschaft gehörte nicht nur der Musik, sondern auch dem Schreiben. Spätestens als ihm sein damaliger Mentor, der Hochschulprofessor Otto Riemer, nahelegte, es doch einmal beim "Heidelberger Tagblatt" mit Konzertkritiken zu versuchen, entdeckte Wolfgang Teubner als junger Musikstudent seinen Hang zum geschriebenen Wort.

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Das ganze Panorama der Popularmusik

Bericht: 24.04.2018

Wieder ist es Zeit für ein Konzert des Fachbereichs Rock, Pop und Jazz an der Herrenberger Musikschule. "And more ", auch dies wird angekündigt am Freitagabend. Schüler und Lehrer sind zusammengekommen, Klezmer trifft auf Jazz, Schlagwerker zeigen Können, Songwriter Gefühl.

Das Studio der Herrenberger Musikschule und sein Foyer sind ein Treffpunkt an diesem Freitagabend - die Ensembles, Musiker, ihre Freunde sind dort zusammengekommen, auf der Bühne lösen sich die Künstler ab, zeigen das ganze Panorama der Popularmusik, so wie sie in Herrenberg unterrichtet und gespielt wird: viele Stile, manches Neue, manches, das vertraut ist. Da ist die Jazz-Combo, geleitet von Heiko Mall, die den Abend eröffnet, da ist das Percussion-Ensemble, geführt von Uwe Kühner, das ihn fortsetzt: "Rockin High Goes Easy Latin" steckt das Motto des Auftritts die Stilbreite ab, auf der die sechs Musiker mit den Schlagins-trumenten ihr Können zeigen. Tim Ülzhöfer, Noah Ott, Florian Aichele, Robin Diederichs, Frieder Behrends sind es.

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Das Ausprobieren steht an erster Stelle

Bericht: 23.04.2018

Es singt und klingt rund um die Musikschule Herrenberg, in diesem Jahr ganz besonders im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Derzeit jagt ein Ereignis das nächste. Fehlen durfte dabei natürlich auch der alljährlich begangene Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag nicht.

"Die Musikschule macht ihre Türen auf, hinter jeder wartet ein Lehrer mit Instrumenten", versprach Ulrike Goldau, unter deren Leitung die Musikschule steht. "Anfassen, reinblasen, in die Tasten hauen" lautete dabei die Devise, der persönliche Kontakt mit den Instrumenten war ausdrücklich erwünscht. Wie die Instrumente in geübter Hand klingen können, erfuhren die jungen Besucher indes im Studio der Musikschule. In Anlehnung an die bekannte und beliebte "Sendung mit der Maus" stellte Moderatorin Diana Poppei gemeinsam mit Lehrern der Schule verschiedene Instrumente vor und klärte, welche Mitglieder zur Familie der Saiteninstrumente zählen, dass die Querflöte als Holzblasinstrument klassifiziert wird und dass das Schlagzeug längst nicht nur das Drumset beinhaltet.

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Anonyme Spenden erweitern finanzielle Spielräume

Bericht: 20.04.2018

In ihrem 50. Jahr ist die Musikschule Herrenbergs in bester Form, dies auch in finanzieller Hinsicht: Dank vieler Spenden kann sie Pläne schmieden, nicht nur für das nahende große Jubiläumsfest. Der Förderkreis der Musikschule traf sich am Mittwoch zur Hauptversammlung.

Die Veranstaltungen und Konzerte, zu denen die Herrenberger Musikschule lädt, folgen in den kommenden Wochen dicht auf dicht. Am heutigen Freitagabend musiziert das Popularmusik-Ensemble im Studio der Schule; morgen, am Samstag, öffnet sich die Schule selbst vielen Besuchern an ihrem Tag der offenen Tür. Am 5. Mai schließlich feiert die Musikschule ihr Jubiläum mit einem Festakt in der Herrenberger Stadthalle.

50 Jahre musikalische Bildung, so Ulrike Goldau, Leiterin der Musikschule und als solche dem Förderverein zugehörig, würden nun gefeiert. Eine Anzahl von Musikschulleitern prägte die Institution über diesen Zeitraum hin. "Die Musikschule", so Goldau, "hat immer Wert auf qualifizierten Instrumentalunterricht und auf die musikalische Früherziehung gelegt." Im Verbund mit anderen Musikschulen gewann diese Sparte auch in Herrenberg an Qualität: "Aber hier war sie von Anfang an gesetzt.

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Ein Feuerwerk spritziger Orchestervirtuosität

Bericht: 16.04.2018

Im Rahmen der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Musikschule Herrenberg war das Landesjugendorchester von Baden-Württemberg unter Leitung von Hannes Krämer in der Herrenberger Stadthalle zu Gast.

Immer weniger junge Menschen beschäftigen sich wirklich ernsthaft und zeitintensiv mit einem Musikinstrument und somit mit dem Kulturgut klassische Musik. Umso wichtiger für diejenigen, die sich trotz der Verlockungen moderner Medien und in einer Zeit, in der der kurzfristige pekuniäre Erfolg oft im Fokus der Gesellschaft steht, der Musik mit Leidenschaft und hohem Engagement in jeglicher Hinsicht widmen, einen Platz zu schaffen, wo sie auf Gleichgesinnte treffen und gemeinsam etwas schaffen und erleben, was alleine im stillen Kämmerlein unmöglich ist, nämlich den Klangkörper eines üppig besetzten Sinfonieorchesters. Ein solches "Musterprojekt" ist seit nunmehr 45 Jahren das Landesjugendorchester Baden-Württemberg, hier können auch angehende Berufsmusiker erste Erfahrungen sammeln, aus ihm rekrutieren sich Mitglieder des Bundesjugendorchesters und später der Berufsorchester, die die kulturelle Tradition des Landes bewahren, entwickeln und weitertragen. Im Rahmen der sich an eine intensive "Arbeitsphase" anschließenden "Konzertwoche" ist das Landesjugendorchester von Baden-Württemberg nun in der voll besetzten Herrenberger Stadthalle zu Gast, wo Publikum und Musiker von Ulrike Goldau, der Leiterin der Musikschule Herrenberg, begrüßt werden, findet dieses Konzert doch als eine der besonderen Veranstaltungen zu deren 50-jährigen Bestehen statt. Dirigiert wird das Landesjugendorchester, das die besten Nachwuchsmusiker des Landes vereint, von Hannes Krämer, der seine Dirigentenlaufbahn selbst mit einem Geigenstudium begann.

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Satter Gesamtklang

Bericht: 27.03.2018

Der Probelauf ist geglückt, die Stadtkapelle Herrenberg kann die Instrumentenkoffer für die Reise nach Bayrisch-Schwaben packen. Am Sonntagabend, im Rahmen des Frühjahrskonzertes, gab die Stadtkapelle die beiden Stücke zum Besten, mit denen sie sich Ende April beim Wertungsspiel dem Urteil der Fachjury stellen wird.

Folgen die Juroren in Schwabmünchen dem Herrenberger Konzertpublikum und knüpfen die Musiker an ihre Leistung vom frühen Sonntagabend an, dann können das Orchester und Dirigent Michael Kraus dem Wertungsspiel getrost entgegensehen. Mit großem Applaus verabschiedete das Publikum - die Stadthalle war mit knapp 600 Zuhörern gut gefüllt - die Stadtkapelle nach ihrem ersten Auftritt von der Bühne. In Philip Sparkes "Music for Life" dominierten "Freude und Lebenslust", wie Moderatorin Linda Schwab in ihrer Ankündigung sagte. Von einem Schuss Melancholie abgesehen, der vor allem vom Klarinetten-Register beigesteuert wurde, fiel der musikalische Lebensquerschnitt aufgeweckt und äußerst gefällig aus - und stand damit in starkem Kontrast zum davor gespielten, zweiten Wertungsspielstück. In diesem setzt sich der Komponist Rolf Rudin mit der irischen Sage von Königssohn Oenghus und dessen wiederkehrenden Traum vom Flöte spielenden Mädchen auseinander und fordert von Publikum und Spieler gleichermaßen eine große Konzentrationsleistung. Souverän arbeiteten sich die Musiker der Stadtkapelle durch die "Irrungen und Wirrungen", die die scheinbar hoffnungslose Liebe von Oenghus zunächst prägt, behielt dabei musikalisch selbst bei den rasantesten Läufen den Überblick und brachte den "umfangreicheren zweiten Teil" von Oenghus' Traum zu einem harmonischen Schluss.

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Beim Mixed Concert breites Spektrum der Musik

Bericht: 26.03.2018

Anstelle mehrerer einzelner Fachbereichskonzerte gestalten Schüler und Ensembles der Musikschule Herrenberg im Jubiläumsjahr im Studio ein gemeinsames Mixed Concert.

Viele Facetten, Stilrichtungen und Epochen der Musik gibt es, genauso vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen, die sich mit ihr beschäftigen und an ihr erfreuen. Wie bunt und breit gefächert dieses Spektrum ist, das in der Musikschule Herrenberg, die dieses Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, beheimatet ist und dort gelehrt wird, davon können sich die Zuhörer des Mixed Concert im mehr als nur komplett gefüllten Studio der Musikschule ein Bild machen. In diesem Jahr haben sich Schüler und Ensembles diverser Fachbereiche zusammengetan, um dieses Konzert anstelle mehrerer einzelner Fachbereichskonzerte gemeinsam zu gestalten. Unterrichtet werden sie in den Klassen Antje Beyer (Horn), Gregor Daszko (Schlagzeug), Mateus Dela Fonte (Gitarre), Christina Dreier (Violine), Waltraud Epple-Holom (Blockflöte und Akkordeon), Judith Goldbach (Kontrabass und E-Bass), Fabian Grabert (Posaune), Monika Nagel-Weitz (Querflöte), Heiko Nonaka (Violoncello), Wolfgang Peter (Klarinette), Diana Poppei (Violine), Valentina Schrull (Klavier), Sarah Schupp (Querflöte), Harald Streicher (Klavier) und Martina Wratsch (Saxofon).

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Backpfeife für 100 Jahre aufgeschoben - aber nicht aufgehoben

Bericht: 19.03.2018

Unter Gesamtleitung von Cordelia Hanus und mit Harald Streichers Begleitung am Flügel führt ein kleines, aus Schülern der Musikschule Herrenberg aller Altersstufen bestehendes, Opernensemble Carl Reineckes Märchenoper "Dornröschen" im Studio der Musikschule auf.

Ihren 50. Geburtstag feiert die Musikschule Herrenberg in diesem Jahr (der "Gäubote" berichtete), und im Rahmen der geplanten Veranstaltungen anlässlich dieses besonderen Ereignisses hat man sich die nicht alltägliche Aufgabe gestellt, das Studio der Musikschule in eine Opernbühne zu verwandeln und diese von einem kleinen hauseigenen Opernensemble, bestehend aus Schülern aller Altersgruppen, bespielen zu lassen. So ist das recht gut mit Besuchern gefüllte Studio mit einem weißen, papierrosenübersäten Vorhang (alle Rosen von den Schülern der Klasse 1a der Pfalzgraf-Rudolf-Grundschule gefertigt) als Bühnenbild geschmückt zu Carl Reineckes "Dornröschen", Opus 139, einer "Märchen-Dichtung von Heinrich Carsten (hinter diesem Pseudonym verbirgt sich allerdings der Komponist selbst) für Soli, Frauenchor, Pianoforte-Begleitung und Declamation".

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Auf in die emotionale und kreative Welt des Tangos

Bericht: 13.03.2018

Tango weckt Erwartungen, das ist das Wesen der aus Argentinien stammenden Musik. Kein Wunder ist das Konzert von Quadro Nuevo in der Musikschule lange vorher ausverkauft. Die Erwartungen werden von dem kreativen Tango-Quartett weit übertroffen.

Emotion ist innere Bewegung, die in Kunst äußeren Ausdruck findet. Das geschieht hier großartig: Innere und äußere Bewegung vermählen sich zu einem musikalischen Sinneserlebnis. D.D. (sprich Didi) Lowka umarmt seinen sechssaitigen Kontrabass, wiegt sich wie ein Palmwedel im Wind zur Musik. Mulo Francel durchdringt die verschiedenen Tango-Klanggebilde mit seufzendem, kreischendem, schmelzendem Singen von Klarinette oder Saxofon, Andreas Hinterseher wiegt sein Bandoneon wie ein Baby, schwingt es durch die Luft, entlockt ihm schrille, schluchzende, rhythmische Klänge. Am Piano verzärtelt oder malträtiert Chris Gall die Tasten, später beugt er sich ins Gehäuse und streichelt die Saiten. Mit einigen Tangos spielt sich das Quartett warm und treibt die Temperatur in Raum und Zuhörern in die Höhe. "Wir haben in Buenos Aires gelebt, tagsüber geprobt und das Nachtleben erkundet", erzählt Lowka. Inspiration und die Seele des Tangos haben sie gesucht. Gefunden haben sie ihre eigene Antwort, eine Mischung aus Wien, Argentinien, Orient und Jazz. Was fasziniert am Tango? Er ist anders, jedenfalls für europäische Ohren, er ist Emotion in all ihren Facetten, er ist Melancholie, Leidenschaft, Zorn und vieles mehr. Er fordert Hingabe, der Musiker wie auch der Zuhörer. Beides fügt sich an diesem Abend wunderbar, Publikum und Quartett baden gemeinsam, manchmal fast ekstatisch in der Musik.

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Erfolgreiche Musikschüler am Akkordeon

Bericht: 09.03.2018

Herrenberg - Der Akkordeonmusikpreis des Deutschen Harmonika-Verbands ist ein fester Termin für die Akkordeonisten, die die Herausforderung zu besonderen Leistungen annehmen. Nun fand dieser Wettbewerb auf Landesebene in Schramberg statt.

150 Akkordeonisten beteiligten sich in verschiedenen Altersstufen und Kategorien. Zwei Akkordeonschüler der Musikschule Herrenberg aus der Instrumentalklasse von Waltraud Epple-Holom nahmen erfolgreich teil. Bewertet wurden Texttreue, instrumentales Handwerk, Stilempfinden, Klangsinn und Zusammenspiel. Maxim Kasatschok erreichte in der Solowertung und Altersstufe 1 das Prädikat ausgezeichnet und Corinna Darda in Altersstufe 4 das Prädikat sehr gut.

Gäubote, 09.03.2018                                                           

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Klassische Delikatessen mit einer Wiesengaudi zum Dessert

Bericht: 27.02.2018

Lehrer der Musikschule Herrenberg musizieren in der Alten Turnhalle, durch das Programm führt Jannis Knof. Es ist die Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr 50 Jahre Musikschule Herrenberg.

Die Qualität einer Musikschule misst sich an ihrem künstlerischen Potenzial, denn die Mär vom weniger guten Musiker, der aber ein begnadeter Pädagoge ist, gehört zwar zu den weitverbreiteten, aber nichtsdestotrotz eben ins Reich der Legenden. Würde doch auch kaum jemand bei einem Meister in die Lehre gehen, der einst einmal gelesen hat, wie ein Rohr denn fachgerecht zu verlegen sei. Außerdem ist es, wie Schulleiterin Ulrike Goldau in ihrer Begrüßung bemerkt, für Schüler jeden Alters etwas Besonderes, den eigenen Lehrer als Künstler auf der Bühne zu erleben. Angesichts dessen erstaunt es, dass im Gegensatz zu früheren Lehrerkonzerten dieses Mal etwa ein Drittel der Plätze leer bleibt, allerdings sind auch weniger Lehrer in das Programm involviert, das sich von der Klassik, über Eigenkompositionen der Lehrkräfte und Weltmusik bis hin zu Schmankerln der Volksmusik erstreckt. Letztere sind aber wohl eher als Geburtstags-Gag gedacht, ist das Lehrerkonzert doch die Auftakt-Veranstaltung zu vielen folgenden im Jubiläumsjahr 50 Jahre Musikschule Herrenberg.

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Volle Ränge bei der Jazz-Matinee

Bericht: 05.02.2018

Das Studio der Musikschule Herrenberg war am gestrigen Sonntagvormittag restlos ausverkauft. Einige Besucher, die spontan zur Jazz-Matinee wollten, mussten deshalb wieder den Heimweg antreten.

Um Tische gruppiert saßen fast 100 Zuhörer nicht nur im Studio, sondern auch im Foyer, um dem Quartett um Altsaxofonist Klaus Graf und Schlagzeuger Patrick Manzecchi zu lauschen. Mit den Musikprofessoren German Klaiber (Kontrabass) und Martin Schrack (Klavier) hatten sie hochkarätige Unterstützung. Die Musiker widmeten sich Julian Edwin "Cannonball" Adderleys melodischem und rhythmischem Saxofonspiel, das vielen als perfekt gilt. Er ist einer der bedeutendsten Alt-Saxofonisten im Jazz. Und das Quartett verstand es, diesen mitreißenden Souljazz authentisch wiederzugeben. Graf legte ohne Noten mit einem Solo los, bevor Piano, Drums und Kontrabass einstiegen: "Arriving soon". Nach dem swing- und soulinspirierten Stück folgte Salsa, bei der das Können eines jeden einzelnen Musikers gut zur Geltung kam. Das Publikum applaudierte immer wieder zwischendurch.

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Erfolgreiche Preisträger der Musikschule Herrenberg

Bericht: 29.01.2018

Am vergangenen Wochenende, vom 27. bis 28.02., fand in Böblingen und Sindelfingen der 55. Regionalwettbewerb Jugend musiziert statt. Vierzehn Schülerinnen und Schüler der Musikschule stellten sich einer hochkarätigen Jury und ließen sich in ihren Altersgruppen mit anderen Wettbewerbsteilnehmern messen. Alle haben mit ihren Leistungen sehr gute Ergebnisse erzielt.

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Generalprobe in authentischem Setting

Bericht: 23.01.2018

Allmählich steigt die Spannung. In gut einer Woche werden sie sich in Sindelfingen und Böblingen wieder aneinander messen, die Teilnehmer des "Jugend musiziert"-Regionalwettbewerbs. 13 Schüler der Musikschule Herrenberg stehen in den Startlöchern. Eine Soirée im Studio der Musikschule nutzten sie am Freitagabend als Generalprobe für ihren großen Auftritt.

Mit der Soirée will die Musikschule eine authentische Situation schaffen, wie die Dozentin Waltraud Epple-Holom eingangs erklärte: Zwischen den einzelnen Stücken durfte nicht applaudiert werden - und am Ende eines jeden Auftritts stand die Verbeugung der jungen Musiker. So konnten sich diese bereits einstimmen auf das, was sie in rund einer Woche erwartet. Sieben Teilnehmer aus zwei der insgesamt sechs Altersgruppen präsentierten dem Publikum am Freitag ihre Vortragsstücke.

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Sprißler verspricht weitere "Hammer-Momente"

Bericht: 23.01.2018

Verstehen sich die Menschen heute noch? Sprechen sie die gleiche Sprache? Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler stellte beim gestrigen Neujahrsempfang der Stadt und der Kirchen diese Fragen in den Mittelpunkt seiner Rede - und lieferte die Antwort gleich dazu: "Es gibt ganz offensichtliche Belege, dass uns das in der Mitmachstadt ganz hervorragend gelingt."

Gut gefüllt war die Herrenberger Stadthalle gestern Vormittag, als Thomas Sprißler ans Rednerpult trat, um seine Neujahrsrede zu halten. Zuvor aber begrüßte er die Gäste des gemeinsamen Neujahrsempfangs von Stadt und Kirchen - allen voran den noch neuen Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz (CDU), die Landtagsabgeordneten Dr. Bernd Murschel (Grüne) und Sabine Kurtz (CDU), Landrat Roland Bernhard sowie Vertreter vieler gesellschaftlicher Gruppen, Vereine und Institutionen sowie - vor allem - die Bürger der Stadt. Willkommen hieß der Rathauschef in diesem Zusammenhang auch Gerhard Dengler und Paul Schmidt, die beiden Träger der Herrenberger Bürgermedaille.

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Ein eigener Jingle zum Geburtstag

Bericht: 18.01.2018

Die Musikschule Herrenberg wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Um dies entsprechend zu feiern, haben Leiterin Ulrike Goldau und ihr Team neben der Konzertreihe ein Fest-Programm zusammengestellt, das sich sehen lassen kann.

HERRENBERG. Vor drei Jahren haben Ulrike Goldau und die Lehrer der Musikschule begonnen, an dem Veranstaltungskalender für das Jubiläumsjahr zu arbeiten. "Wir wollten ein buntes Programm, das zu uns passt und mit dem wir die vielen Facetten unserer Schule präsentieren können", sagt Ulrike Goldau, die vor sieben Jahren die Leitung der Institution übernahm. Deswegen habe man sich gegen einen einzelnen Festakt entschieden. Stattdessen wollte man den Lehrern, Schülern und dem Publikum ein ganzes Jahr lang etwas bieten.

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Jingle zum 50. Geburtstag komponiert

Bericht: 18.01.2018

Seit 50 Jahren gibt es die Musikschule in Herrenberg. Die Bildungseinrichtung feiert im großen Stil mit einem Programm, das sich von Februar bis Dezember spannt. Und dabei wird immer wieder eine Melodie zu hören sein.

Klavier, Block- und Querflöte, Gitarre, Violine, Klarinette und Akkordeon - mit diesen sieben Instrumenten und acht Lehrkräften nahm die Musikschule in Herrenberg im Jahr 1968 einen bescheidenen Anfang. Damals mangelte es an qualifizierten Privatmusiklehrern in der Stadt. Als Jugendmusikschule war der Unterricht bei der Volkshochschule angesiedelt, Felicitas Pflug war 1968 von 1971 die erste Geschäftsführerin. 1970 stimmte der Gemeinderat für eine eigenständige "Musikschule mit Anspruch und Qualität", wie die aktuelle Leiterin Ulrike Goldau bei einem Rückblick während eines Pressegesprächs gestern sagte. 1971 wurde Hannelore Grybowski als erste Leiterin der Musikschule eingestellt. Die Einrichtung zog von der Bahnhofstraße in die Bismarckstraße um. Das Gebäude wurde 2002 erweitert. Wolfgang Teubner (1976 bis 1997) und Doris Froese (1999 bis 2009) waren Ulrike Goldaus länger wirkenden Vorgänger. Sie ist seit 2010 im Amt.

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